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27. August. 2016

Spektakulärer Titelkampf endet mit denkbar knappem Vorsprung

Das Suzuki Endurance Racing Team ist der alte und neue Weltmeister der FIM Endurance World Championship. Beim Finale in Oschersleben reichte Vincent Philippe, Anthony Delhalle und Etienne Masson ein zweiter Platz, um am Ende mit einem einzigen Punkt Vorsprung ihren Titel zu verteidigen. Letzter Sieger der Saison wurde beim 8-Stunden-Rennen das französische Team GMT94 um David Checa, Niccolò Canepa und Lucas Mahias. Das deutsche Team Penz13.com mit Kenny Foray und Lukas Pesek komplettierte das Podium. In der Superstock Wertung, in die das heimische Team Völpker NRT48 als Gesamtführender ging, siegte am Ende das Team 3Art Yam’Avenue und wurde dadurch auch Weltmeister dieser Klasse.

Für die Lokalmatadoren um Teamchef Ingo Nowaczyk kam der erste Tiefschlag des Rennens bereits vor dem Start. Bereits in der Einführungsrunde stürzte Bastien Mackels und fuhr danach nicht in die Startaufstellung, sondern in die Box. Zwar konnte das Motorrad schnell getauscht werden und der Belgier aus der Boxengasse dem Feld hinterherjagen, allerdings folgte nur eine halbe Stunde später die nächste Hiobsbotschaft. Da Mackels mit getauschtem Motorrad startete und zudem nicht am normalen Startprozedere teilnahm, musste er, mittlerweile auf Rang acht nach vorn gefahren, gleich zwei Stop-and-Go-Strafen nacheinander absitzen. Nach gut 2:20 Stunden war das Rennen für die BMW S1000 RR dann endgültig beendet. Auf einer Ölspur hatte wiederum Mackels Pech und landete mit seiner Maschine im Kiesbett. Aufgrund eines Rahmenbruchs und Totalschadens war das Rennen und damit der Traum vom WM-Titel jäh beendet.

Die Gesamtführenden von April Moto Motors hatten derweil bereits nach zehn Minuten einen Ausritt ins Kiesbett und nach knapp zwei Stunden Probleme beim Boxenstopp, so dass sie am Ende auf Rang elf mit zehn Runden Rückstand ins Ziel kamen.
Lange auf der Siegerstraße war das Yamaha Austria Racing Team mit Broc Parkes und Marvin Fritz. Ein Sieg hätte definitiv zum WM-Titel gereicht und beide Piloten waren dauerhaft die mit Abstand Schnellsten im Feld. Sheridan Morais, der kurzfristig für den verletzten MotoGP-Star Bradley Smith nachnominiert wurde, kam nicht dazu zu zeigen, dass er auch einer der schnellsten Piloten des Wochenendes war. Fritz und Parkes lieferten konstant schnelle Runden und wurden erstmals nach fünfeinhalb Stunden ausgebremst, als es Probleme mit dem Kühler gab und die bis dahin souverän führende Yamaha in der Boxengasse stehend sowohl von GMT94 als auch von SERT überholt wurde. Eine halbe Stunde vor Schluss folgte dann das endgültige Rennaus für die Nummer sieben. Heimlich, still und leise pirschte sich dann das deutsche Team von Teamchef Rico Penzkofer auf Rang drei vor. Mit extrem langen Stints schaffte es die Crew, ihre BMW nur sechs Mal zum Boxenstopp holen zu müssen, während die Konkurrenz mindestens sieben, vielmals auch acht Stopps benötigte. Nach der Enttäuschung für das Team Völpker NRT48 war dies ein kleiner Trost für die deutschsprachige Endurance-Gemeinde.
Mit einem sechsten Gesamtrang sicherte sich derweil das Team 3Art Yam’Avenue den Titel der Superstock-Kategorie. Hier sorgte vor allem der Österreicher Lukas Trautmann für anhaltend schnelle Rundenzeiten. Er durfte deutlich länger als seine Teamkollegen auf die knapp 3,7 Kilometer lange Piste und führte sein Team damit zum verdienten Titelgewinn.

 

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